Waffen Archiv

19 Jul 2016

Renate Künast verwechselt Täter und Opfer

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In Würzburg hat ein 17-jähriger Afghane in einem Zug mit einer Axt ein Blutbad angerichtet. Kurz vor Erreichen der Haltestelle war der junge Mann auf andere Fahrgäste losgegangen, verletzte mit seiner Axt und einem Messer vier Menschen schwer, drei so schwer, dass sie seitdem in Lebensgefahr schweben, danach habe es in dem Zug „wie in einem Schlachthof ausgesehen“. Nachdem der Zug dann per Notbremsung zum Stillstand gebracht wurde, ist der Angreifer zunächst zu Fuß geflüchtet. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei, das zufällig in der Nähe war, nahm dann die Verfolgung auf und konnte den Täter stellen. Als dieser daraufhin mit seiner Axt auf die Beamten zustürmte, hatten diese keine Wahl als das Feuer auf ihn zu eröffnen, wobei er getötet wurde.
Bei Bekanntwerden dieses Details trat sofort Grünen-Politikerin Renate Künast auf den Plan, die anscheinend direkt den Täter zum Opfer machen wollte:
würznast
…die Reaktionen aus den sozialen Netzwerken fielen im Anschluss wenig Verständnisvoll aus:

– Man hat schon interessante Prioritäten, wenn das die erste und einzige Frage ist, die man nach #Würzburg stellt.
– Frau Künast, und der Rest der grünen Aliens, würden sich sicher gern bei der Familie des Täters entschuldigen.
– haben Sie sich je mit Polizisten ausgetauscht, wie ein direkter Angriff auf sie sich anfühlt? Eigensicherung zuerst!
– Um ihn danach in eine steuerfinanzierte Delphintherapie zu schicken???? Fragen!

Was wollte Frau Künast mit dieser Aussage wohl bezwecken? Wollte sie ernsthaft die Polizeibeamten für ihre tödlichen Schüsse kritisieren, nachdem jemand mit einer Axt auf sie zustürmte? So naiv oder dumm kann sie eigentlich gar nicht sein…Oder witterte sie eine Chance, sich bei Linken und ganz Linken beliebt zu machen, indem sie auf dem Feindbild Polizei herumhackt, auf schießgeilen und gewalttätigen Nazibeschützern? Oder hatte sie einfach nur die Schlagzeile gelesen und wusste gar nicht, dass die Polizisten in einer Notlage waren?
Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, nahm in seiner Reaktion jedenfalls kein Blatt vor den Mund: „Klugscheißerei“ war er Künast vor und nannte ihren Tweet „ahnungslos und dumm“. Es sei mal wieder eine „ausgesprochen bescheuerten Frage von ahnungslosen Politikern“. Diese „parlamentarische Klugscheißerei“ könne die Polizei sicher nicht gebrauchen. Nachdem er seine Wut abgelassen hatte, blieben aber auch noch ein paar Fakten: „Wenn Polizisten in der Form angegriffen werden, werden sie sich nicht auf Kung Fu einlassen. Das endet dann bedauerlicherweise manchmal mit dem Tod des Täters, ist aber nicht zu ändern.“

Niels Ruf sah hingegen die Gelegenheit, um mal wieder seinen infantilen Humor unter Beweis zu stellen:
würznast2

Was meint ihr dazu:
Hat Renate Künast sich den Shitstorm verdient, weil sie kurz nach dem Bekanntwerden eines Gewaltverbrechens als erste Maßnahme an das Wohlergehen des Täters denkt? Ein typisches Beispiel, dass wie so oft anscheinend Täterschutz vor Opferschutz gilt?
Oder sollen sich die Leute mal nicht ins Hemd machen wegen Renates Post: Die Nachfrage war durchaus wichtig, schließlich muss man ständig die Gefahr im Blick behalten, dass deutsche Polizisten so werden wie die amerikanischen, die bei jeder Gelegenheit Verdächtige abballern.

23 Jun 2016

Bob Katter erschießt seine Konkurrenten in seinem Wahlwerbespot

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In rund einer Woche findet am 2. Juli in Australien eine Neuwahl des Parlaments statt. Ministerpräsident Malcolm Turbull erhofft sich durch die vorgezogene Wahl mehr Rückhalt für seine Wirtschaftspolitik. Die Australier hätten nun die Wahl, sagte er auf einer Pressekonferenz: Sie könnten seine Pläne für mehr Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze unterstützen und die Liberale LNP wählen oder die Politik der Labor-Partei ALP, die auf höhere Steuern und schuldenfinanzierte Staatsausgaben setze.
Ein wichtiger Punkt, den der unabhängige Kandidat Bob Katter dabei aufgreift: Es steht auf beiden Seiten als Lösung im Raum, Landflächen an chinesische Investoren zu verkaufen. Bislang befinden sich ca. 11 % von Australien in ausländischem Besitz. Zur Reduzierung der Schulden soll das womöglich ausgeweitet werden. Der seit den Neunzigern als unabhängiger Vertreter von Queensland im Parlament sitzende Katter tritt an, um diesen Ausverkauf seines Landes zu verhindern. Er möchte die Interessen der Landwirtschaft wahrnehmen und gegen Privatisierung und Deregulierung eintreten.

Nachdem sich die ALP und LNP mit vernünftigen Mitteln nicht zur Aufgabe des Ausverkaufsplans bewegen lassen wollen, sieht sich Katter dem Video zufolge also gezwungen, sie zum Schutze seines Landes zu erschießen.
Eine Bildsprache, die kurz nach dem Attentat von Orlando sehr viel Wirbel machte, Katter veröffentlichte sein Video nämlich gerade mal zwei Tage danach.
Interessant war seine Antwort, als er gefragt wurde, was er zu diesem schlechten Timing zu sagen habe:

Ich lese keine Zeitungen, mache ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr, aber darum geht’s hier nicht: Sie wollen mich nur zur Political Correctness zwingen! Das Video hatte schon 100.000 Klicks, die Kampagne läuft gut. Warum? Weil das Australische Volk noch immer einen Sinn für Humor hat und etwas lustig findet, das auch lustig ist.

Die Meinungen in den sozialen Netzwerken waren gerade nach dieser Antwort sehr eindeutig gegen ihn, gerade dass er öffentlich bekannte, sich überhaupt nicht für Nachrichten zu interessieren mutete sehr grotesk an. Aber vermutlich zielt Katter mit seiner Kampagne auch ohnehin nicht auf liberale Twitternutzer ab, sondern auf konservative Twitterverweigerer, weshalb ihm Reaktionen wie die folgenden egal sein dürften:

-Katter sagt, er liest keine Zeitung oder sieht TV-Nachrichten. Wie soll dieser uninformierte Mann ins Parlament einziehen?
-Er ist ein Meister der Selbstvermarktung und der absoluten Idiotie.

Was meint ihr dazu:
Ist das Shitstorm gegen einen sich nicht informierenden Politiker, der sich nicht an Political Correctness halten will und in einer Videobotschaft Konkurrenten einfach erschießt, gerechtfertigt?
Oder sollen sich die Leute nicht ins Hemd machen, der Werbespot ist doch witzig, Political Correctness überbewertet und offensichtlich ist Katter trotz Nachrichtenverweigerung informiert genug, um über die wichtigen Probleme des Landes bescheidzuwissen?

Nicht zu verwechseln mit Bob Katter: Bob Catter.

Nicht zu verwechseln mit Bob Katter: Bob Catter.

26 Apr 2016

Vin Diesel macht Werbung für Chemtrails

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Vin Diesel ist derzeit anscheinend damit beschäftigt, seinen nächsten Film zu promoten:
15 Jahre nach seinem Durchbruch mit xXx – Triple X ist er endlich wieder in die Rolle des Xander Cage geschlüpft, um als Extremsportler und Extremagent die Welt vor Extrembösewichten zu retten (daher der Name des Films). Jetzt wo die Dreharbeiten abgeschlossen sind, ist es wohl an der Zeit, die Werbetrommel zu rühren und dafür hat Vin das perfekte Motiv gefunden:
diesel
Ein x aus Kondensstreifen! Zu blöd nur, dass Herr KerosinDiesel nicht bedacht hat, dass fast jedes Foto aus ganz unerwarteten Gründen einen Shitstorm auslösen kann. In diesem Fall war das Problem, dass die verschwörungstheorieaffinen amerikanischen Facebooknutzer noch ein Wörtchen mitzureden hatten. Und die ließen sich nicht ein x für ein u vormachen und stellten fest, dass Vin Diesel mit seinem Foto von vermeintlichen „Kondensstreifen“ wohl Chemtrails verharmlosen will!
Ein paar der besorgten und verärgerten Facebook-Kommentare:

– Chemtrails kill! And not enough people notice they are poisoning us… Sad…
– Vin why you take a picture behind cemtrails……….they bring us death and destruction from above
– Vin Diesel Bro,…Are you promoting Chemtrails & GeoEngineering??? Allot of folks are coming down with the chemtrail flu,..these days,..it’s hurting people!! Are you Aware???

Mein Eindruck:
notsure

Na jedenfalls, Was meint ihr:
Ist der Shitstorm gegen Xander Cage Dom Toretto Vin Kerosin gerechtfertigt? Sollten wir die Chemtrails nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn sie machen uns Krank (unter anderem mit der Chemtrailgrippe)!
Oder sollen sich die Bekloppten mal nicht ins Hemd machen, weil…also…naja… – glauben die das ernsthaft?

Bonus:
jet_fuel

Nachlese: Film.tv

14 Apr 2016

Die Hagener Polizei schießt gegen Schaulustige

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Für die Hagener Polizisten war es ein ernster aber letztlich ganz normaler Vorfall:
Ein kleines Mädchen wird von einem Auto angefahren, die Polizei und ein Rettungshubschrauber kommen zur Hilfe, das kleine Mädchen wird auf der Straße erstversorgt, bevor es ins Krankenhaus geflogen wird.
Und die Leute gaffen. Und filmen mit ihren Handys. Und versuchen über eine zum Schutz der Privatsphäre hochgehaltene Decke drüberzufotografieren.
Bei angeblich mehreren hundert Schaulustigen platzte den Polizisten anscheinend der Kragen und es musste mal rumgeballert werden dem Handyfilmenden Gaffervolk in klaren Worten eingetrichtert werden, dass Gaffen Shit ist:
polizeihagen
Laut der Facebookmeldung der Polizei waren tatsächlich mehrere Streifenwagen allein dafür nötig, den Rettungskräften den nötigen Platz zu verschaffen.
Die Kommentare waren selten eindeutig, niemand war anderer Meinung: Gaffer sollen bestraft werden mit
– Geldstrafen,
– Anzeige wegen Behinderung der Rettungskräfte,
– Eintrag ins Polizeiregister,
– 200 Euro Strafe sofort in Bar (sonst was?),
– anschreien und „laut zur Schnecke machen“, „wenn das nicht hilft, hilft nur noch Gewalt“,
– Punkten in Flensburg (wtf?!),
– „eine auf maul“,
– „Anne Fresse“ (die hat übrigens auch einen türkischen Cousin namens „Uffe“).
Also kreativ sind sie ja, die Facebook-User. Mein Favorit ist „Anschreien“ 😀

Als Gaffer outete sich hingegen niemand. Anscheinend sind Gaffer die gleichen Leute wie die, die die Bild-„Zeitung“ lesen. Das macht ja angeblich auch keiner.

Was meint ihr dazu:
Haben BildleserGaffer einen generellen Shitstorm verdient? Den können sie dann ja gern Filmen, während ihnen die Scheiße um die Ohren fliegt.
Oder hat die Polizei überreagiert und soll sich mal nicht ins Hemd machen: Gaffer gibt es seit es Menschen gibt und daran wird sich auch eh nie was ändern?

12 Apr 2016

Waffenfertiger Precision Syndicate baut den Nintendo Zapper von 1985. Waffengegner laufen Sturm.

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Precision Syndicate, ein texanischer Waffenveredler, verschönert Waffen für Waffennarren.
Normalerweise bedeutet das, dass Precision Syndicate beauftragt wird, gewöhnliche Pistolen zu polieren, zu gravieren oder auch aufwändigere Muster in den Schlitten der Waffen zu fräsen oder Ähnliches.
Das neueste Meisterstück dieser Waffenmanufaktur ist der Nintendo Zapper.
nintendogun
Nee, Quatsch. Das neue Meisterstück ist eine verschönertemodifizierte Glock 41, in der Aufmachung des Nintendo Zappers von 1985:
nintendogun2
Precision Syndicate freute sich über diesen Auftrag anscheinend ganz besonders und hatte schon lang darauf gewartet, endlich eine solche Waffe anfertigen zu dürfen:

Finally… We were waiting for someone to let us do this.

Und mit dem Ergebnis war man auch sehr zufrieden. Wer der Auftraggeber dieses Schmuckstückes ist, ist leider nicht bekannt. Eben so wenig ist bekannt, ob diese Person möglicherweise in den 80ern auf dem Nintendo Duck Hunt gespielt hat und nun mit dem scharfen Gegenstück auch zur realen Duck Hunt gehen will.
Es dauerte natürlich nicht lange, bis sich auf Precision Syndicates stolzem Facebook-Post die negativen Kommentare überschlugen, das Emailpostfach des Waffenveredlers explodierte und Kritiker dem Hersteller die Pleite aufgrund eines Gerichtsprozesses gegen Nintendo wünschten. Hauptkritikpunkt an der Waffe war, Kinder könnten die Waffe für ein Spielzeug halten und versehentlich jemanden erschießen. Aber auch erklärte Waffennarren waren teilweise nicht begeistert, weil das Design dieser Waffe Waffengegnern lediglich neue MunitionArgumente liefern würde.
Gleichermaßen fanden sich allerdings auch viele begeisterte Stimmen. Als Precision Syndicate den Bericht über die Waffe präzisierte, sie sei nur ein Einzelstück, für das keine Serienfertigung geplant sei, waren manche User sichtlich enttäuscht:

Bummer, I was going to buy one for my 8 year old son…

Außerdem betonte das Präzisionssyndikat, es sei gesunder Menschenverstand, Waffen immer sicher vor Kindern geschützt aufzubewahren.
Das fand auch ein weiterer Facebook-User:

i would love to have this myself! Common sense should tell a parent not to leave guns laying around, Don’t just stop making something because it is upsetting parents…

Eine vernünftige Einstellung.

Was meint ihr dazu:
Ist der Shitstorm gegen Precision Syndicate gerechtfertigt und man sollte diesen gewaltverharmlosenden Hersteller kindergeeigneter Schusswaffen mit Nintendos Hilfe zukackenzusperren lassen? Man sollte nicht abwarten, bis der erste Duckhunterspieler versehentlich seine Glotze erschießt!
Oder sollen sich die vielen Waffen-Angsthasen mal nicht ins Hemd machen: Waffen geben Sicherheit! Und Waffen im witzigen Design geben ihrem Träger obendrein Stil. Win-Win! Vielleicht kann ein mit der Nintendowaffe bedrohter Einbrecher sogar so beeindruckt werden, dass er sich ergibt ohne dass man schießen muss!