Sport Archiv

1 Sep 2016

Cathy Hummels trägt ein Spielerfrauen-Trikot

  • 411 
  •  
  •  
  •  138

Man kann es ihr wohl kaum verdenken. Nachdem ihr Mann zu den Bayern gewechselt ist, hat sich Cathy ein rotes T-Shirt übergeworfen und ihn wie üblich angefeuert. Doch wer genauer hinschaut entdeckt unter der Nummer ihres Liebsten die Buchstaben „Wifey“. Klingelts?

Wifey-Shirt

Nagut, holen wir noch weiter aus: Cathy möchte selbst nicht über das Klischee der Spielerfrau eingeordnet werden. Das Fußballmagazin „11 Freunde“ veröffentlichte nun das obige Bild mit dem Kommentar „Günstig abzugeben: Die Selbstachtung“. Die Abonnenten ließen nicht lange auf sich warten und schrieben

Dieses Weib würde selbst den durchschnittlichen IQ einer Elite-Uni auf minus drücken…

Denkt ihr, die hübsche Cathy hat den Shitstorm verdient? Denn offenbar lebt sie gerade das klischeehafte Spielerfrauen-Leben. Oder sollen sich die Chauvinisten mal nicht ins Hemd machen. So ein süßer Aufdruck sei ihr alle mal gestattet.

16 Aug 2016

Shitstorm gegen die Hahner-Zwillinge

  • 340 
  •  
  •  
  •  123

Der Olympische Marathonlauf ist ein Wettkampf, bei dem wohl jeder ernsthafte Läufer gerne mal dabei sein würde. Die deutschen Läuferinnen Anna und Lisa Hahner haben es geschafft. Doch nun stehen sie für ihren Auftritt bei diesem Lauf massiv in der Kritik. Und zwar nicht für ihre Leistung, mit einem Rückstand von 21 Minuten nur die enttäuschenden Plätze 81 und 82 belegt zu haben, sondern für die Art und Weise, wie sie den Lauf beendeten.
hahner
Während nämlich der händchenhaltende Zieleinlauf der Beiden auf den ersten Blick nach einem Musterbeispiel für olympischen Sportsgeist aussah, ebenso wie die Freude über den geschafften Zieleinlauf nach dem Motto „Dabei sein ist alles“, kritisierte der Deutsche Leichtathletik-Verband die Zwillinge für ihren medienwirksamen Auftritt hart:

Die Hahner-Zwillinge Lisa und Anna beendeten ihr olympisches Marathon-Rennen mit mehr als 21 Minuten Rückstand auf die Siegerin, mit mehr als 15 Minuten über ihren Bestleistungen auf Platz 81 und 82. Es wirkte so, als absolvierten sie einen Volkslauf und nicht die olympische Entscheidung.

Bei Olympia ginge es nunmal nicht um das Dabeisein, sondern darum, bei diesem Zusammentreffen der besten Sportler der Welt Höchstleistungen abzurufen. Die beiden sollten ihre strahlenden, händehaltenden Zieleinläufte stattdessen beim „Miss-Zöpfchen-Lauf in Solingen“ veranstalten. Vor allem zielt die Kritik jedoch darauf ab, dass die beiden sich mittlerweile prächtig selbst vermarkten. Und mit inszenierten Lächelfotos wie obigem stehlen sie dabei den erfolgreicheren Sportlern wie der mit Rang 41 besten Deutschen Anja Scherl auf unfaire Weise die Schau.
Die beiden wurden mit Anna Kurnikowa verglichen, denn diese habe ebenfalls allein mit ihrer Selbstvermarktung Unsummen im Tennisgeschäft und darum herum verdient, ohne ein einziges Major Turnier gewonnen zu haben.

Aber was meint ihr dazu:
Ist der Shitstorm gerechtfertigt gegen zwei Sportlerinnen, die die Olympischen Spiele lediglich als Werbeplattform für ihr Business missbrauchen und damit die wahre Olympische Idee untergraben, für Ruhm und Ehre bis an sein Äußerstes zu gehen?
Oder sollen sich die Leute nicht ins Hemd machen: Neid hat noch niemandem gutgetan und die Beiden können durchaus stolz sein, in Rio auf Platz 81 und 82 gelandet zu sein. Oder wollen die Funktionäre vom Deutschen Verband etwa sagen, dass man auf einen 81. Platz nicht stolz sein darf? Wie wird das wohl die letztplatzierte Nary Ly aus Kambodscha sehen?

12 Aug 2016

Ganz ohne Doping: Russland veranstaltet die Panzerolympiade „Army Games“

  • 301 
  •  
  •  
  •  121

Während Russland bei Olympia vor allem wegen des Dopingskandals im Rampenlicht steht und nur den 9. Platz vom Medaillenspiegel steht, findet in der Heimat ein viel wichtigeres Großereignis statt, bei dem die Russen ganz vorne um den 1. Platz mitmischen: Die Army Games! Noch bis zum 15. August messen sich in Alabino, 40 km südwestlich von Moskau, Teams aus 19 Staaten in 14 Disziplinen mit Panzern, Geschützen, Schiffen und sogar Feldküchen. Insgesamt 3000 Soldaten versuchen dabei, z.B. im Panzerbiathlon die Goldmedaille zu holen.
armygames
Während sich vor allem viele Nachbarländer von Russland dazu bereiterklärten, auszufechten, wer die beste Armee hat, sagte von der Nato mit Griechenland nur ein einziges Land zu. Die USA hingegen folgten dem Ruf Moskaus leider nicht.

Wie es sich für ein sportliches Großereignis gehört, kann man dabei auf der ganzen Welt zuschauen, auf der offiziellen Website der Armygames gibt es dafür sogar einen Livestream.

Was meint ihr dazu:
Haben sich die Russen einen Shitstorm verdient, weil sie mit ihren Armee-„Spielen“ Großwaffen dazu verwenden, um den organisierten Massenmord Krieg zu verharmlosen? Die haben doch den Schuss nicht gehört!
Oder sollen sich Kritiker an diesen Spielen nicht ins Hemd machen: Vielleicht könnten Army Games, an denen wirklich alle großen Nationen teilnehmen, ja sogar dazu beitragen, anderweitige bewaffnete Konflikte in Zukunft zu vermeiden, weil niemand mehr seine militärische Macht demonstrieren müsste, welch eine Utopie!

30 Jul 2016

Shortstorm: Das IOC will die Nutzung von bestimmten Olympia-Hashtags verbieten

  • 44 
  •  
  •  
  •  396

Die Olympischen Spiel von Rio kommen allmählich näher. Und damit kommt allmählich auch die Shitstormmaschinerie solcher Großereignisse in Fahrt. Nach dem russischen Dopingthema hat das IOC nun den nächsten Aufreger parat:
Laut IOC-Vorgaben, dürfen Hashtags wie #Rio2016, #Olympia und #OlympischeSpiel während der Dauer der Olympischen Spiele ausschließlich von Unternehmen verwendet werden, die offizielle Olympiasponsoren sind. Der deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will außerdem nicht-Sponsoren verbieten, Tweets und Posts der offiziellen Olympia-Accounts zu teilen. Bei Nichtbefolgung dieser Richtlinien drohen ansonsten rechtliche Schritte.
ioctwitter
Juristische Experten zweifeln jedoch an der Durchsetzbarkeit dieses Verbotes. Medienanwalt Carsten Ulbricht ließ über Spiegel Online verlauten, dass Sätze wie „Wir freuen uns auf #Rio2016“ keine Markenverletzung sein können. Solange nicht gezielt ein Produkt beworben wird, dürften die Hashtags definitiv von jedem benutzt werden. Das Verbot des Teilens und Retweetens bezeichnete er noch eindeutiger als vollkommen „absurd“.
Was meint ihr dazu:
Hat sich das IOC einen gehörigen Shitstorm verdient für die maßlose Kommerzialisierung des Sports? Wie passen der immer beschworene „Amateursport“ und Milliardeneinnahmen zusammen? Ist das IOC genau wie die FIFA eine korrupte Organisation der Gier und die Reglementierung von Hashtags ist einfach nur absurd?
Oder sollen sich die Leute mal nicht ins Hemd machen: Irgendwo muss ja die Grenze gezogen werden kann, wo ein offizieller Sponsor gegenüber einem Trittbrettfahrenden Unternehmen einen Vorteil hat. Um Tweets von Privatpersonen geht’s ja eh nicht…

21 Jul 2016

Das ZDF überträgt statt Nachrichten ein Freundschaftsspiel der Bayern-B-Elf. Bonus: Ribery zeigt seinen Sport-BH!

  • 145 
  •  
  •  
  •  308

Ist das früher auch so oft vorgekommen? Ich habe den Eindruck, nach dem schweizerischen Wahnsinnsspiel mit 7 zerrissenen Trikots gibt’s auf einmal gehäuft Probleme mit den Hemden. Erst vor ein paar Tagen war es wieder soweit, als der Spieler Andreas Ulmer von RedBull Salzburg versehentlich ein Trikot von Rasenballsport Leipzig trug. Und gestern war dann Franck Ribéry vom FC Bayern an der Reihe, sich im Testspiel gegen Manchester City sein Trikot zerreißen zu lassen. Damit ists dann auch fair: Die 7 kaputten Trikots der schweizer Nationalmannschaft waren von Puma, das falsch bedruckte Salzburg/Leipzig-Trikot von Nike und dieses mal hats Adidas erwischt.
ribery
Bei dieser Situation offenbarte Franck Ribéry dann gleich auch noch freie Sicht auf seinen sexy Sport-BH. Mutmaßlich ein Brustgurt zur Aufzeichnung seiner Vitalfunktionen für Trainingszwecke.
ribery3
Ansonsten war es wohl ein ausnehmend langweiliges Fußballspiel. Dass das ZDF dieses belanglose Aufeinandertreffen der B-Mannschaft des FC Bayern mit der C-11 aus Manchester überhaupt live im Fernsehen übertrug war wohl insgesamt der größte Aufreger und in der Welt monierte man denn auch, dass es ein Armutszeugnis für den Sender ist, kein besseres Programm bieten zu können und für dieses Spiel das Heute Journal auf 10 Minuten einzudampfen. Spannender wurde es auch nicht dadurch, dass Pep Guardiola als neuer Manchestertrainer in diesem Spiel mit dem neuen Trainer der Bayern, Carlo Ancelotti aufeinandertraf.

Was meint ihr dazu:
Shitstorm gegen das ZDF, das den Sport nach einer ermüdenden EM noch zu Tode reiten wird, um trotz Gebührenfinanzierung verkrampft Quote zu machen?
Oder sollen die Leute sich nicht ins (schon wieder zerrissene) Hemd machen? Einfach die Glotze abschalten, es gibt doch derzeit viel größere Aufregerthemen, z.B. in der Türkei oder bei den Lebenslauffälschenden Bundestagsabgeordneten!