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30 Jul 2016

Shortstorm: Das IOC will die Nutzung von bestimmten Olympia-Hashtags verbieten

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Die Olympischen Spiel von Rio kommen allmählich näher. Und damit kommt allmählich auch die Shitstormmaschinerie solcher Großereignisse in Fahrt. Nach dem russischen Dopingthema hat das IOC nun den nächsten Aufreger parat:
Laut IOC-Vorgaben, dürfen Hashtags wie #Rio2016, #Olympia und #OlympischeSpiel während der Dauer der Olympischen Spiele ausschließlich von Unternehmen verwendet werden, die offizielle Olympiasponsoren sind. Der deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will außerdem nicht-Sponsoren verbieten, Tweets und Posts der offiziellen Olympia-Accounts zu teilen. Bei Nichtbefolgung dieser Richtlinien drohen ansonsten rechtliche Schritte.
ioctwitter
Juristische Experten zweifeln jedoch an der Durchsetzbarkeit dieses Verbotes. Medienanwalt Carsten Ulbricht ließ über Spiegel Online verlauten, dass Sätze wie „Wir freuen uns auf #Rio2016“ keine Markenverletzung sein können. Solange nicht gezielt ein Produkt beworben wird, dürften die Hashtags definitiv von jedem benutzt werden. Das Verbot des Teilens und Retweetens bezeichnete er noch eindeutiger als vollkommen „absurd“.
Was meint ihr dazu:
Hat sich das IOC einen gehörigen Shitstorm verdient für die maßlose Kommerzialisierung des Sports? Wie passen der immer beschworene „Amateursport“ und Milliardeneinnahmen zusammen? Ist das IOC genau wie die FIFA eine korrupte Organisation der Gier und die Reglementierung von Hashtags ist einfach nur absurd?
Oder sollen sich die Leute mal nicht ins Hemd machen: Irgendwo muss ja die Grenze gezogen werden kann, wo ein offizieller Sponsor gegenüber einem Trittbrettfahrenden Unternehmen einen Vorteil hat. Um Tweets von Privatpersonen geht’s ja eh nicht…

10 Jun 2016

Shitstorm gegen Justus, TUM – BWL

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Bild.de hat auf seiner Unterseite für Teenager (Oh Gott, die fangen schon bei Jugendlichen mit dieser schwachsinnigen Gehirnwäsche an) Byou einen neuen Shitstorm aufgetan:
Der Facebook Emporkömmling und laut eigenen Angaben „abartig reiche“ Justus wird in den Kommentaren unter seinen Facebook-Beiträgen ganz schlimm beleidigt.
Regelmäßig postet Justus auf seinem Account wichtige Weisheiten des Reiche-Schnöselstudentenlebens. Dank dem Hinweis von Byou wissen wird nun natürlich, dass Justus eine Fantasiefigur ist, sonst hätten wir glatt noch geglaubt, dass Posts wie der Folgende ernstgemeint sind:
justus2
Tatsächlich gibt es aber wohl Menschen, denen es auch nach eingehendem Studium von Justus‘ Facebook-Seite nicht gegeben ist, zu erkennen, dass es sich um eine Scherzseite handelt (mittlerweile gibt’s sogar ein Impressum!). Byou titelt zu deren Beleidigungen, die Justus nun ertragen muss:

Du dreckiger Junge – Drohungen und Beleidigungen gegen „BWL-Justus“

Ursprünglich lautete der Titel übrigens statt „Du dreckiger Junge“ etwas anders:

Ich brech dir das Genick – Drohungen und Beleidigungen gegen „BWL-Justus“

Byou hat den Titel dann allerdings rasch geändert, als Justus-Fans aufgefallen ist, dass der Titel absoluter Unsinn war. Solch eine Drohung hat es nämlich außerhalb der kreativen Köpfe der Bildmitarbeiter nicht gegeben.
Unter den Beleidigungen waren z.B. die Folgenden:

– Sie haben die Taschen voller Geld und im Kopf nur Stroh
– Ich hoffe dass deine Sprüche nur Spass sind, solltest du das wirklich ernst meinen hast du einen richtigen Schuss weg Junge!
– Du dekadentes Aas!
– du Hurensohn

Und der folgende Text war vermutlich die Inspirationsquelle für Byous ursprünglichen Titel:
justus3

Was sagt ihr dazu:
Hat der dreckige Justus sich den Shitstorm verdient für sein ekelhaft dekadentes Auftreten? So unverschämte Schnösel, die auf Staatskosten BWL studieren muss man sich ja wohl nicht bieten lassen!
Oder sollen sich die Leute mal nicht ins Hemd machen: Im Gegensatz zu Justus müssten sie die danach nämlich waschen, statt einfach neue zu nehmen. Diese Armut, einmal eingepinkelte Hemden nochmal zu tragen ist doch das eigentlich ekelhafte.

Nachlese: Bild.de

7 Jun 2016

Tornado in Schleswig-Holstein. „Natuurkaddastropheeee“ oder doch nur „Regen und n büschn Wind“?

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Auf Youtube kann man derzeit einen erstklassigen Sprachkurs im norddeutschen Dialekt belegen:
Daniel Thomsen und Nele Nagelschmidt aus dem Schleswig-Holsteinischen Silberstedt haben nämlich am Sonntag das folgende Video aufgenommen, das neben der Dokumentation von zwei ShitstormsWirbelstürmen auch einen herrlichen Eindruck der norddeutschen Aussprache vermittelt:

In den Youtube-Kommentaren ist man sich uneins: Einerseits können sich viele Leute sich an dem Video einschränkungslos erfreuen:

– Also der Doppeltornado war schon spektakulär, aber der Dialog übertifft es einfach 😀 Cheers
– Wirklich [spektakulär] und dann noch der hübsche Dialekt der beiden.. Genial!
– haha wie geil, das doch nur Regen und bisschen Wind. so sindse die Jungs von der Wanterkant

Andererseits finden sich aber auch viele kritische Stimmen, die vor allem am filmenden Daniel Thomsen Anstoß nehmen:

– Was für ein Volldepp gefährdet das Leben seiner Freundin …. und dann son Spruch “ is alles gut Schatzi “ ??????
– Würde an Stelle der Frau auch ausrasten.. oder einfach wegfahren..
– Die junge Frau ist völlig zu recht so unentspannt… So nah dran muss ned sein zumindest sollte der Wagen in Fluchtposition stehen
– Das Autodach wäre weg gewesen. Dann die Insassen. wisst ihr eigentlich, wie gefährlich ein multipler Tornado ist? Wenn da schon zwei sind, können auch noch mehr entstehen, die man nicht sofort bemerkt. Dem Typ gehört eine gescheuert.
– Schade, dass die Tornados nicht Richtung Auto gedreht haben, dann wäre das Scheißgelabber nach Sekunden vorbei gewesen…

Hier noch ein Video vom SharknadoTornado aus der Luft:

Verletzte oder große Schäden gab es laut der Ortsansässigen Feuerwehr keine…
Laut dem auf Tornados spezialisierten Meteorologen Thomas Säver gab es übrigens in Deutschland in Einzelfällen schon Tornados mit Geschwindigkeiten bis 400 km/h. 1979 ist es sogar einmal dazu gekommen, dass ein 10 Tonnen schwerer Mähdrescher einige hundert Meter durch die Luftgeschleudert wurde 😯

Was meint ihr dazu:
Hat sich Daniel Thomsen einen Shitstorm verdient, weil er das Leben seiner Freundin in Gefahr gebracht hat, indem er die unkalkulierbaren Risiken einer Naturkatastrophe auf die leichte Schulter genommen hat?
Oder sollen sich die Leute mal nicht ins Hemd machen: So leicht fliegt ein Auto nun nicht weg, die Beiden hatten die ganze Zeit über einen gebührenden Abstand und es war doch wirklich nur n büschen Wind?

Oder handelt es sich um einen Fake, wie auf Youtube folgendermaßen begründet wurde?

Fake, no sharks…

18 Mai 2016

Die Stiftung Warentest warnt vor Online-Trollen. Und zieht die Trolle an.

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Es war eine selbsterfüllende Prophezeihung:
Die Stiftung Warentest hat gestern Abend auf Facebook einen Kurzartikel veröffentlicht, in welchem sie den Opfern von Internetbeleidigung„Meinungsfreiheit“ und Onlinehetze„Meinungsfreiheit“ hilfreiche Tipps gibt. Einerseits gab es dort die folgende, sehr wichtige Anmerkung:

Lasst euch von Hasskommentaren nicht entmutigen und davon abhalten, euch an Debatten zu beteiligen. Eine aufgeklärte und fortschrittliche Gesellschaft benötigt rationale und sachliche Diskussionen. Diese dürfen nicht von jenen gekapert und verhindert werden, die nur Hass schüren wollen.

Zudem veröffentliche die Stiftung darunter Links zu den Webpräsenzen der Internetwachen der Bundesländer. Diese bieten Opfern und Zeugen der Netzhetze„Meinungsfreiheit“ die Möglichkeit, solche Vorfälle direkt online anzuzeigen (und auch andere Vorfälle, es ist eine reguläre Anzeige).
Um zu unterstreichen, dass Hetzer„Meinungsfreie“ keinesfalls pauschal ungestraft davonkommen wurden außerdem einige tatsächliche Urteile präsentiert:
test
Tja, gar nicht mal so billig, son paar kleine Beleidigungen 😯
Nun zum einleitenden Satz: Natürlich kam der Shitstorm auf Bestellung. Keine Sorge: Beleidigungen hat sich natürlich nach der Einleitungen niemand mehr erlaubt 😀
Es wurde aber schnell kritisiert, dass die Stiftung Warentest ein staatsfinanziertes Propagandamedium ist und mit der rotten Politikerbande und dem Meinungsfreiheit beschneidenden Staat unter einer Decke steckt:

Achso, stimmt es das ihre „Stiftung“ jedes Jahr 50 Millionen (50.000.000,00) Euro Steuerzahlergeld erhält? […] Mir kommt das wie politische Propaganda vor?

In *Deutschland* darf man nur noch die klappe halten und alles schlucken was man vorgesetzt bekommt…[…] Meinungsfreiheit gibt’s schon lange nicht mehr…..

Das ist Faschismus und die wenigsten erkennen es! Genau so manipuliert man Menschen sich selbst zu zensieren […] Wer Meinungen, seien sie auch noch so schwachsinnig, unter Strafe stellt, zerstört die Meinungsfreiheit. Entweder es gibt eine uneingeschränkte Meinungsfreiheit oder es gibt keine. Alles dazwischen ist auch nicht frei. So bindet sich der Staat seine hörige Schafsherde. Wer Menschen wegen Äußerungen anzeigt […] unterstützt totalitäre Systeme. Das dritte Reich ist ein Witz dagegen!

Toll euer Aufruf zum fördern von Denunziantentum!!! […] Seid ihr eigentlich schon mal in eurer Kleingeistigkeit darauf gekommen, dass Aktionen wie die hier nur noch mehr Öl ins Feuer gießen??? Oder habt ihr schon mal bedacht, dass wenn diese marode System zerfallen ist, ihr für so eine Aktion rückwirkend zur Rechenschaft gezogen werdet???

Tja. Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen, oder?

Die Social-Media-Beauftragten der Stiftung Warentest blieben allerdings während des gesamten Treibens extrem vorbildlich, sachlich und behielten dank extremer Präsenz (bis in die frühen Morgenstunden) stets die Oberhand.
Treffend stellten sie fest:

was ist an einer Sachinformation, Verweis auf rechtliche Lage und Optionen für Verbraucher Propaganda? Insbesondere da die Optionen ja jedem Bürger offen stehen? Einige Kommentatoren scheinen ja regelrecht auf dem Kriegsfuß mit dem Rechtsstaat und dem Grundgesetz zu stehen.

Was meint ihr dazu:
Ist der Shitstorm berechtigt? Ist die Stiftung Warentest ein Denunziantentum förderndes, staatliches Politpropagandamedium, welches die Herde der dummen Verbraucherschafe unter Kontrolle halten soll und damit die Fortexistenz des Gewaltstaates Deutschland sichert?
Oder sollen sich die Fanatiker nicht ins Hemd machen. Die sollen froh sein, dass unsere Meinungsfreiheit so weit reicht (und zwar auch in Zukunft), dass sie ihren Blödsinn weiter ungestraft äußern dürfen.

Link zum Post: facebook/stiftungwarentest

9 Mai 2016

Oliver Pocher hat Mario Götze beim masturbieren erwischt. Meint er zumindest.

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Oliver Pocher, einst als großmäuliger Comedian mit eben so großer Zukunft bekannt geworden, dann aber irgendwie Karrieremäßig über seine peinlich vorlaute Art gestolpert, versucht sich seit längerem daran, auch als ernstzunehmender C-Promi Fuß zu fassen, indem er vor allem mit seiner Ex-Beziehung zu Tennisspielerin Sabine Lisicki und Liebesgerüchten mit Sophia Thomalla in der Regenbogenpresse von sich reden macht. Jetzt hat der bekennende Hannover 96 Fan sich allerdings mal wieder einen unheimlich tollen Witz einfallen lassen:
pochergoetze2
Nun, ein bisschen schmunzeln musste ich tatsächlich, hat er gut gesehen.
Götzefans und Bayernfans lassen so eine Blasphemie (hihi, „Blas-Phemie“…masturbieren, blasen, versteht ihr?…okay, sorry, weiter im Text) an ihrem Idol aber natürlich nicht lange auf sich sitzen und so hat sich unter Pochers Post in Windeseile ein schöner Shitstorm zusammengebraut mit Kommentaren wie:

– Da Sabine jetzt weg is, hast du doch selber wieder auf Handbetrieb umgestellt^^
-Wenn Mario Götze Eier hat, zeigt er sie wegen übler Nachrede an …
-Pocher ist doof wie Dosenbrot. Seine Durchblutung hat er nicht im Hirn sondern nur im Schwanz . Das Ohrfeigengesicht!!!

News.de stellte außerdem die Frage in den Raum, ob Pocher mit dem „geschmacklosen Götzepost“ einfach nur Aufmerksamkeit will, oder ob es doch „gekränkte Eitelkeit“ sei, wo doch die geliebten 96er gerade erst abgestiegen sind.
Harte Worte von einer „Newsseite“ (Bitte eigene Meinung bilden: Ist News.de seriöser als Bild.de?).

Was meint ihr dazu: Hat sich Pocher für seinen voll gemeinen Post einen echten Shitstorm verdient? Wo wir bei dem Thema sind…es wurde auch mehrfach darauf hingewiesen, das Bild von Götze könnte auch beim „Shitten“ entstanden sein.
Oder sollen sich die Götzefans mal nicht ins Hemd machen: Ist doch im Endeffekt nur ein harmloser Post von einem auf Aufmerksamkeit angewiesenen C-Promi…